Die Gründung der Narrenzunft Schielberg

Die Narrenzunft Schielberg, kurz NZ53, wurde am 11.01.1953 gegründet und ist somit die älteste Narrenzunft im Albtal. Die “Dachtraufschwäbische Fasenacht”, so der Name der Schielberger Narretei in Anlehnung der nahen würrtembergischen Grenze, wurde durch unseren heutigen, noch aktiven Ehrenpräsidenten Bernhard Wagner im Jahr 1953 ins Leben gerufen. Er selbst nahm sich schon immer der rheinischen Fasenacht an und übernahm selbst das erste Prinzenamt, dem noch viele folgen sollten. Aus etwa 20 Gleichgesinnten entwickelte sich die Narrenzunft und veranstaltete schon im Gründungsjahr einen Faschingsumzug mit Motivwagen und Fussgruppen, die lokale und politische Themen aufs Korn nahmen. Der Umzug findet heute noch traditionell am Fasetsonntag statt. Bis heute stellen sich die Gruppen überwiegend aus Schielberger Vereinen zusammen, so dass ohne das Engagement der Schielberger ein Umzug in dieser Größenordnung nicht möglich wäre.

Die Gründungsmitglieder der Narrengilde vom 28. Februar 1953

Bernhard WagnerGustav SarbacherGünther MaucherGerhard MaucherAnton Mauderer*Franz Reichert*Rudolf Fluderer*

Anton Walzer*

Emil Jäger *

Karl Heckmann

Emil Thoma *

Max Sahrbacher *

Otto Kotz *

Wilhelm Jäger *

Wilhelm Eckert *

Karl Walzer *

Heinz Sarbacher *

Josef Becht *

Otto Wagner (Schneider) *Eugen Axtmann *Fritz OehlerKurt EckertGünter Daum *Karl Merkle *Stefan Jäger *

Alois Walzer *

Arthur Axtmann *

Franz Kotz *

Otto Wagner I *

Hermann Schwaab *

Hans Mader *

Helmut Schaible *

Mathilde Reichert *

Friedrich Bürkle *

Albert Wagner *

BM Max Brandel *

*bereits verstorben

Der Gründungselferrat mit Prinzenpaar

Bernhard Wagner, Prinz
Bernhard v. Barbierien

Marie Ngil *, Prinzessin
Marie von und zu Barbierien

Alois Walzer *, Ortspresident
Alois von Bürokratien

Karl Heckmann *, Ortskanzler
Karl von Lützow

Stefan Jäger *, Zeremonienmeister
Stefan von Grüningen und Ordenskanzler

Emil Thoma *, Postminister
Emil von Postalien

Otto Wagner *, Außenminister
Otto von Boxberg

Kurt Eckert, Kriegsminister und Hofmarschall
Kurt von Schlachthausen

Karl Walzer *, Öffentl. Ordnung u. moralische Aufrüstung, Hofmarschall
Karl von Gangsterstein

Fritz Oehler, Minister für Inneres
Fritz von Schwabien

Otto Kotz *, Minister für Forsten und Bergbau
Otto von Straußberg, Freiherr von u. zu Sigmaringen

Gerhard Maucher, Minister für Kultur und Unterricht
Gerhard von St. Glasien

Albert Wagner *, Land- und Forstwirtschaftsminister
Albert von Wollinien

*bereits verstorben

 

Zum 25 und 30-jährigen Zunftjubiläum, 1978 und 1983, wurden erstmals Prunksitzungen durchgeführt, die dann ab 1987 im jährlichen Rhythmus an zwei Abenden in der Schielberger Klosterwaldhalle stattfinden.

Die 1991 die gegründete Guggenmusik “Dannazäpflen” trat der Narrenzunft 1992 als Unterabteilung bei. Ihr folgten 1993 die Holzmaskengruppe “Buchholzhexen”, bennant nach einem Waldstück und 1998 die Hästrägergruppe “Belzenmärdel”. Vervollständigt werden die Aktiven der Narrenzunft durch den Elferrat mit Prinzenpaar und Tanzgarden in drei verschiedenen Altersklassen.

Seit dem Jahr 1998 wird nach dem Umzug neben der Klosterwaldhalle auch die Dreschhalle wieder bewirtet, was zu einem unheimlichen Boom in Sachen Brauchtum und Fastnacht in Schielberg führte. Im Jahr 2000 wurde der immer eine Woche nach dem eigentlichen Beginn der fünften Jahreszeit stattindende “Fasetstartschuss” zum Leben erweckt. Spätestens seit diesem Zeitpunkt ist Schielberg und die dort von der NZ53 durchgeführten Veranstaltungen ein absoluter Geheimtipp wenn’s um die Narretei geht. Das hat sich auch bei der Zahl der Vereinsmitglieder bemerkbar gemacht, welche inzwischen auf 400, davon über 180 Aktive, angewachsen ist.

 

 

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